News und Termine

 

GEDENKSTÄTTENFAHRT 2019

 

Rundgang • Führung • Vortrag • Gedenkkultur zur Geschichte des KZ-Außenlagers Katzbach

So., 24. März 2019 im Frankfurter Gallusviertel

Als Gedenkstättenbesuch bietet

WETZLAR ERINNERT e.V. in diesem Jahr eine Fahrt in das Frankfurter Gallusviertel an. Ziel der Reise sind die ehemaligen Adlerwerke, in denen 1944 das Außenlager Katzbach des KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet wurde. Die dort zur Zwangsarbeit in den Adlerwerken eingesetzten KZ-Häftlinge erlitten hier unbeschreibliche Qualen. Nur wenige von ihnen überlebten.

 

 

 

Die Fahrt beinhaltet

eine Exkursion über das Gelände der ehemaligen Adlerwerke und einen Vortrag. Danach haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit an der Gedenkveranstaltung der Initiative zur Errichtung einer Gedenkstätte für das KZ Katzbach teilzunehmen. Geboten werden hier neben Reden, Musik und Filme.

 

Anmeldung:
Die Anmeldung ist obligatorisch und bitte bis spätestens Mi., den 20.03.2019, 18:00 Uhr vorzunehmen. Hierzu haben Sie die Möglichkeiten:

Die Fahrt ist auf max. 20 teilnehmende Personen limitiert.

Wir fahren gemeinsam mit dem ÖPNV zur S-Bahn-Station Frankfurt Galluswarte:
Wir fahren mit dem ÖPNV über mit RMV-Gruppentickets, die der Verein zur Verfügung stellt.

Teilnahmepreis:
Da die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung diese Gedenkstättenfahrt bezuschusst, beträgt der Teilnahmepreis

  • 7,-- € für Vereinsmitglieder
  • 10,-- € für sonstige Teilnehmer/-innen 

Wir bitten das Geld abgezählt mitzubringen, danke!

→ Weitere Einzelheiten können Sie unserem Flyer entnehmen (fehlt noch)

 
 
  • TREFFPUNKT 12:30 Uhr
    Bahnhof Wetzlar – Bahnhofsvorplatz

    Willy-Brand-Platz | D 35576 Wetzlar
    Entrichtung des Teilnahmebeitrags
  • ANREISE 12:37 Uhr
    Abfahrt in Wetzlar
    mit dem Regionalexpress RE 99, HLB –› Frankfurt Hbf
    • ab Wetzlar, 12:37 Uhr, Gleis 3
    • an Friedberg, 13:12 Uhr Gleis 2
    Umstieg zur S-Bahn S 6 –› Frankfurt Süd
    • ab Friedberg, 13:17 Uhr, Gleis 5
    • an S-Bhf Galluswarte 13:53 Uhr, 
    • Fußweg zum Gallus-Theater, ca. 150 m
  • ANKUNFT 14:00 Uhr
    Gallus-Theater

    Kleyerstraße 15 | D-60326 Frankfurt am Main
    Begrüßung durch Herbert Bauch (Vorstandsmitglied des Fördervereins zur Errichtung einer Gedenkstätte KZ-Katzbach und von Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim e.V.)
  • MITTAGSPAUSE 14:15 Uhr 
    in einer Pizzeria im Gallusviertel
    (Einzelheiten werden noch bekannt gegeben)
    FILME und VORTRAG, 15:30 Uhr      
    Filme von Schüler*innen über das KZ-Katzbach (siehe unten)
    Rechnergestützter Vortrag von Herbert Bauch
    • zur Geschichte der Adlerwerke
    • zur Einrichtung des KZ-Außenlagers in den Adlerwerken 1944
    • zum Todesmarsch vom KZ Katzbach nach Buchenwald 
    • zur Nachkriegsgeschichte
    • zur Initative zur Errichtung einer Gedenkstätte
    KURZE FÜHRUNG auf dem Weg zum Gallus-Theater
    • Erläuterungen an historischen Orten

 
 

Anschließend ab 18:00 Uhr
TEILNAHME an der
GEDENKVERANSTALTUNG des Fördervereins zur Errichtung einer Gedenkstätte KZ-Katzbach
im Gallus-Theater

PROGRAMM:

  • REDEBEITRÄGE
    von Pfarrer Thomas Schmidt
    »Erinnerung und Versöhnung«

    und von Helga Roos
    »Arisierungen im Interesse und mit Beteiligung der Adler-Werke«

  • MUSIKBEITRÄGE

  • INTERVIEW-FILM
    mit Andrzej Branecki
    Überlebender des KZ Katzbach
    (Siehe Filmprojekt weiter unten)

  • RÜCKREISE
    mit dem Zug nach Wetzlar

    • Fußweg von Theater zur S-Bahn-Station Gallus gegen 19:45 Uhr
    Mit der S-Bahn S5, Richtung Ffm Süd
    • Abfahrt Galluswarte, 20:04 Uhr, Gleis 1,
    • Ankuft Ffm Hbf tief, 20:06 Uhr, Gleis 101
    Umsteigen am Hbf in Anschlusszug RE 99 Richtung Siegen
    • Abfahrt Ffm Hbf, 20:21 Uhr, Gleis 14
    • Ankunft WZ Bhf, 21:17 Uhr, Gleis 7

  • 20:20 Uhr: VERABSCHIEDUNG am Bahnhof Wetzlar
 
 
 
 

Im August 1944 wurde im Frankfurter Stadtteil Gallus auf dem Gelände der Adlerwerke ein Konzentrationslager mit dem Decknamen »Katzbach« in Betrieb genommen. Etwa 1.600 Zwangsarbeiter erlitten hier unbeschreibliche Qualen. Nur wenige von ihnen überlebten.

Dieser Teil deutscher Geschichte, der sich mitten in Frankfurt in einem Traditionsbetrieb abspielte, wurde in der Nachkriegszeit schnell verdrängt und seine Spuren allzu bereitwillig beseitigt.

 
 

Durch die Arbeits- und Lebensbedingungen waren die KZ Häftlinge hungrig, krank, am Ende ihrer Kraft, voller Angst und ohne Hoffnung. 300 bis 400 dieser Männer wurden – als im Frühjahr 1945 die Alliierten-Streitkräfte Frankfurt erreichten, von der SS auf einen »Todesmarsch« zu Fuß vom KZ Katzbach nach Buchenwald getrieben.

Bei einer Performance zur Erinnerung an diesen Todesmarsch schilderte der evangelische Pfarrer Joachim Truss im März 2017 deren Stationen im Kinzigtal wie folgt: »Wahrscheinlich kamen sie in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden hier durch Schlüchtern. Vielleicht hat kaum jemand den Zug gesehen oder sich nicht getraut, darüber zu reden.«

Verdrängen und Verschweigen, die Gräueltaten verwischen: Aus KZ-Häftlingen seien bei den Umbettungen unbekannte deutsche Kriegstote geworden. »Aber es waren polnische Zwangsarbeiter oder auch Juden. Wer nicht mehr konnte, wurde mit Genickschuss hingerichtet und im Straßengraben verscharrt,« ergänzte der Pfarrer.

 
 

Mit der Zeit sterben »Die letzten Zeugen« und mit ihnen ihre Geschichten vom Sterben, von den Qualen und auch vom Überleben. Somit sind es wichtige Zeitdokumente die von den Schüler*innen erstellt wurden.

Diese jungen Menschen setzen sich stellvertretend für alle Verstorbenen dafür ein, dass das Unrechtsregime der Nationalsozialisten aufgezeigt wird, immer wieder.

Unter dem Obertitel »Die letzten Zeugen« haben die Schülerinnen und Schüler unter bester medienpädagogisch Betreuung das Galluszentrum Frankfurt, die Kurzfilme erstellt.

Unterstützt wurden sie auch vom Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main.

Einem der dokumentarischen Kurzfilme dient als Grundlage ein Zeitzeugengespräch. Ein anderer Kurzfilm beschäftigt sich intensiv mit den Erfahrungen eines Überlebenden des KZ-Katzbach. Mit Hilfe von selbst produzierten Animationen (inspiriert von Zeichnungen des Zeitzeugen) ist es den SchülerInnen gelungen ein Stück Frankfurter Geschichte festzuhalten und diese mit eigenen Bildern für andere zugänglich zu machen.

Dass sie in manchen Szenen Markenturnschuhe tragen mag verwirren, manche vielleicht sogar emotional erregen. Sie können aber auch als Symbol gelesen werden, dass Geschichte sich wiederholt. Die Kurzfilme zeichnen sich durch aussagekräftige Szenenbilder und Einstellungen aus, durch großartig gesetzte Schnitte, beeindruckende Animationen, atmosphärisch dichte Erzählweise und kreative Ideen in der Umsetzung der teils nachgespielten Szenen.

 
 

Für unsere Führung über das Gelände der ehemaligen Adlerwerke und der Vortrag zum KZ-Außenlager Katzbach wird geleitet von Herbert Bauch.

Bauch ist Gründungsmitglied und im Vorstand vom Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main. Dort ist er zuständig für für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Außerdem engagiert er sich bei »Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim«.

 
 

Sie können bei der Hinreise aus der Speisekarte ein Gericht auswählen

Für unsere Gruppe sind in der Pizzeria »Da Massimo« Plätze reserviert. Auf der Hinfahrt wird im Zug durch unsere Reiseleitung (Andrea Neischwander und Andrea Theiß) eine Speisekarte herumgereicht, auch der das gewünschte Gericht angekreuzt werden kann.

Die Bestellungen werden der Pizzeria vorab durchgegeben, damit während des Programms keine unnötigen Wartezeiten entstehen.

 
 

Anmeldung für eine Gedenkstättenfahrt

Anmeldung für eine Gedenkstättenfahrt
Ich habe / Wir haben Interesse an der Teilnahme einer Gedenkstättenfahrt und bitte um Mitteilung darüber, ob mir hierfür ein Platz reserviert werden konnte. / die entsprechenden Plätze reserviert werden konnten:
 

–› Veranstaltungsflyer zum Download (PDF,DIN A-4 Querformat, 520 KB)

Beim Ausdruck im Druckermenü »Automatische Seitenanpassung« abwählen und »beidseitig drucken« anwählen. Nach dem Druck zwei mal im Zickzack falten und fertig ist der selbsterstellte Flyer.