Präsentation des Projekts »Vergessene Geschichten«
vom 04.06.2018

Vergessene Geschichten

Projektpräsentation am 25.05.2018

An der Schule an der Brühlsbacher Warte haben sich 15 Schülerinnen und Schülern in dem Projekt »Vergessene Geschichten in Wetzlar« mit dem Nationalsozialismus in Wetzlar in der Zeit von 1933 – 1945 auseinandergesetzt.

Dabei ging es nicht nur um theoretisches Wissen, sondern vor allem darum, die Geschichte der Stadt für die Jugendlichen erfahrbar zu machen.  Die Schülerinnen und Schüler sollten lernen, kritisch und ablehnend gegenüber Machtstrukturen zu sein, die andere herabsetzen und erfahren, dass Toleranz und Akzeptanz als Grundhaltung für demokratische Prozesse unentbehrlich sind. Die Aufarbeitung des Themas »Zwangsarbeit in Wetzlar« mit all seinen Facetten wurde durch Filmvorführungen, die Fahrt nach Bad Arolsen in das »Internationale Suchzentrum« lebendig. Am Ende des Projektes wurde aus den Erfahrungen und Informationen eine Broschüre erstellt.

Die Projektvorstellung und ein gemeinsames Mittagessen fanden am 25. Mai in der Schule der Brühlsbacher Warte statt. Die Schulleiterin Erika Schütz begrüßte unter den knapp 30 Gästen unter anderem Oberbürgermeister Manfred Wagner, den Geschäftsführer des Caritasverbandes Hendrik Clöer, den Abteilungsleiter der Kinder-und Jugendförderung des Lahn-Dill-Kreises Jens Groh, Hans-Helmut Hofmann vom Jugendbildungswerk der Stadt Wetzlar, Irmtrude und Ernst Richter von WETZLAR ERINNERT e.V., Gisela Jäckel, Schulelternbeiratsvorsitzender Peter Fichtel und den Graphikdesigner Michael Vaßen.

Schütz hob in ihrer Eingangsrede hervor, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus sei, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.  

Für Selina Pausch, Klassensprecherin und Schulsprecherin war der berührendste Moment das Zusammentreffen mit der Zeitzeugin Gisela Jäckel. Auch die antifaschistische Stadtführung mit Irmtrude und Ernst Richter werde ihr in Erinnerung bleiben, so Pausch. Trotz des ernsten Themas habe das Projekt allen viel Freude gemacht.

Sandra Ihne-Köneke und Hans Martin Hild bedankten sich bei den Schülern für die Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen. Die Schüler hätten verstanden, dass es darauf ankomme Haltung zu zeigen. Jedem der andere herabsetze oder Gewalt ausübe, sei entschieden entgegen zu treten. Kritisch müsse man auch sein, wenn Leute einfache Antworten auf komplexe Zusammenhänge gäben. Hild betonte die aktuelle politische  Situation in Wetzlar und in ganz Deutschland: »Es braucht Menschen, die menschlich handeln. Ihr seid die Zukunft von morgen.« 

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Bundesprogrammes »Demokratie leben!« Initiiert und durchgeführt von Sandra Ihne-Köneke, »Sozialarbeit an Schulen« des Caritasverbandes Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e.V. und Hans-Martin Hild, Jugendförderung des Lahn-Dill-Kreises.

Hinweis zur Dokumentation des Projektes:

 
 

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