vom 23.10.2018

Studienfahrt nach Köln

Das Wetzlarer Jugendforum schmiedet für den Frieden und bringt Friedensnagel mit nach Wetzlar

14 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 11 und 18 Jahren des Wetzlarer Jugendforums haben eine Reise nach Köln unternommen, begleitet von den beiden Koordinatorinnen Nadine Eckert und Christine Eidenmüller.  

Drei Tage lang waren sie in Köln unterwegs, um die Stadt kennenzulernen. Als erstes stand natürlich die Besichtigung des beeindruckenden Kölner Doms auf dem Programm, die meisten Jugendlichen waren das erste Mal in Köln. Die engagierten Jugendlichen nahmen auch an der Aktion »Schmieden für den Frieden« teil, dabei wurden vor Ort Friedensnägel von ca. 20 cm Länge von Schmiedemeistern und Meisterinnen aus Deutschland und Europa gefertigt.

In die glühenden Nagelköpfe wurde die Friedenstaube mit dem Wort »Peace« eingestanzt. Die Spende von 100 Euro ging zu 100 Prozent an das Projekt »Schulunterricht und psychosoziale Betreuung für syrische Flüchtlingskinder und bedürftige libanesische Kinder in der St.-Rita-Schule in Zahlen im Libanon«.  Wo der Friedensnagel in Wetzlar seinen Platz findet, wird noch gemeinsam beschlossen.

Am zweiten Tag ging es in Klausur.
Die intensiven Arbeitsblöcke wurden durch verschiedene Methoden unterstützt durch die beiden Diplom Sozialpädagoginnen und eine Reflexion erarbeitet. Brennende Themen wie das Thema Nachhaltigkeit, geplante Spendenübergaben und der Wunsch nach mehr Eigenständigkeit, wie z.B. die eigenverantwortliche Nutzung der Räumlichkeiten im Jugendzentrum »Haus der Jugend« wurden diskutiert. Auch die Vertiefung der Kooperation mit dem Jugendforum Solms und die weitere Bearbeitung eines Food-Containers zur Sammlung von verwertbaren Lebensmitteln gehörten zu den wichtigen Themen.

Im Anschluss des arbeitsreichen Tages stand der Besuch des Kölner Sportmuseums auf dem Plan. 3.000 Jahre Sportgeschichte zwischen Antike und Moderne erlebten die Jugendlichen. Nachdenklich und still wurde es in der Dauerausstellung Berlin 1936. Der schwere Schatten, den das Regime auf das sportliche Geschehen warf, war deutlich zu spüren.

Alle waren aufgefordert zu einem Blick hinter die Kulissen der Berliner Spiele zu werfen, die schon erkennbar die rassistische Züge des Naziregimes trugen. Es wurde wieder deutlich, wie wichtig es ist, am aktuellen Weltgeschehen teil zu haben, sich gut zu informieren und sich als aktiv handelnder Teil zu der Gesellschaft begreifen.

Am dritten Tag stand jede Menge Spaß auf dem Programm.
Eine große Rutschanlage im Aqualand Köln mit 7 spektakulären Rutschen sorgte für jede Menge Spaß. Zum Abschluss ein tolles Gruppenerlebnis der Extraklasse! Ein abschließendes Resümee der Aktivitäten und die Erstellung eines Arbeitsprogramms mit Zeitplan rundete die Projekttage ab.

Diese Fahrt wurde ermöglicht und gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« Dieses Programm bietet engagierten Gruppen Möglichkeiten der Mitgestaltung für eine lebendige Demokratie.

Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage.

 
 

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