vom 11.08.2018

Linke auf Spurenuche zur Nazizeit in Wetzlar

LINKEN-Landtagsfraktion erkundete den Wetzlarer »WEG DER ERINNERUNG«

Von Klaus Petri

Ein Betriebsausflug führte die Abgeordneten der LINKEN-Fraktion im Hessischen Landtag und deren Büro-Mitarbeiter am Freitag d. 10. August in den Lahn-Dillkreis. Das Besichtigungsprogramm startete mit einer Einfahrt in das Besucherbergwerk Grube Fortuna.

Ein weiterer Programmpunkt war die Erkundung von 8 Stationen des »Weges der Erinnerung«, der einzelne Kapitel der Wetzlarer Stadtgeschichte während der Nazizeit dokumentiert. Ernst Richter hatte in den Franzis-Räumen das Konzept der antifaschistischen Stadtführung erläutert. Die Guides Andrea Neischwander, Irmi Richter und Louisa Süß begleiteten die Gäste rund 2 Stunden lang und erläuterten u.a. die Geschichte des alten jüdischen Friedhofes entlang der Stadtmauer zwischen Steighausplatz und Schützenstraße sowie das Schicksal des kommunistischen Widerstandskämpfers und Malermeisters Heinrich Mootz, an den mit einer von den örtlichen DKP- und LINKEN-Gruppen angebrachten Erinnerungstafel in der Rosengasse gedacht wird.

»In Zeiten immer frecher und aggressiver auftretender Neonazi-Gruppen ist historisches Gedenken vor Ort enorm wichtig. Die Dummheit und brutale Skrupellosigkeit des braunen Verbrecherregimes darf ebenso wenig in Vergessenheit geraten wie Beispiele von Zivilcourage und dem Festhalten an Standards für Vernunft, Humanität und Frieden«, lobte MdL Hermann Schaus, der seine Partei im NSU-Ausschuss des hessischen Landtags vertreten hat. Schaus gehörte am 24. März zu den Rednern auf dem »Fest der Demokratie«, wo es galt, ein von der NPD geplantes Rechtsrockkonzert in der Wetzlarer Stadthalle zu verhindern. Der Landtagsabgeordnete ist vor einigen Wochen nach Wetzlar gezogen.

—› Fotostrecke von der Führung für die Landtagsfraktion der Linken

 
 

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