vom 06.12.2018

Gedenktafel zu Ereinissen der NSZeit

Zu Ehren des Buderusarbeiters Erich Deibel und zur Erinnerung an ein Zwangsarbeiterlager von Buderus. Am 06.12.2018 bei IKEA Wetzlar

Zwei weitere Gedenktafeln zu Ereignissen der NS-Zeit in Wetzlar wurden am

  • Donnerstag, den 6. Dezember 2018
    10.30 bis 12.00 Uhr
    auf dem Gelände von IKEA Wetzlar

enthüllt. Treffpunkt war um 10:30 Uhr das Eingangsfoyer des Einrichtungshauses.

Es handelt sich um die Gedenktafeln

Das Areal Hermannsteiner Straße 13 ist ein geschichtsträchtiger Ort.
Das heutige Gelände von IKEA Wetzlar besitzt eine vielfältige Vergangenheit. Seit der Industrialisierung war es von den Werksanlagen der Fa. Buderus geprägt worden. Wir erinnern uns alle gut an die Sprengung der drei 77 Meter hohen Silos des früheren Zementwerkes im Februar 2016.

Weniger bekannt ist, dass zwischen 1943 und 1945 auf diesem Gelände auch eines der Zwangsarbeiterlager der Buderus‘schen Eisenwerke stand. Und das Haus, in dem der Buderusarbeiter Erich Deibel mit seiner Familie wohnte, bevor er 1941 verhaftet und 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde.

Die beiden Tafeln werden gestiftet von 

Gefördert wird das Projekt »Gedenktafeln zu Ereignissen der NS-Zeit in Wetzlar« durch das Bundesprogramm »Demokratie leben.

Das Projekt »Gedenktafeln zu Ereignissen der NS-Zeit in Wetzlar« wurde von WETZLAR ERINNERT e.V. initiiert. Die 90 x 70 cm großen Tafeln sollen auf öffentlichem bzw. öffentlich begehbarem Gelände in der Stadt Wetzlar an Ereignisse aus der Zeit des deutschen Faschismus erinnern. Zwanzig derartige Tafeln sind  bis Ende 2020 auf dem Stadtgebiet geplant.

Sie werden mit ihrer farblichen Gestaltung, ihrer Platzierung und Aufmachung als Blickfang wirken und Passanten ermöglichen, in kürzester Zeit beim Vorbeigehen das jeweilige Ereignis aus der NS-Zeit zu erfassen. Durch den QR-Code erhalten Interessierte Hintergrundinformationen.

 
 

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