Unser Verein

 

Unsere Projekte

Weg der Erinnerung

Weg der Erinnerung
Besuch des alten jüdischen Friedhofs

 
 

Der Weg der Erinnerung

Antifaschistische Stadtführungen durch Wetzlar.
Die dreistündigen Führungen beinhalten eine Route von insgesamt 16 Stationen zu Fuß durch die Wetzlarer Innenstadt. Zu Beginn erfolgt eine Einführung im Kulturzentrum Franzis. Das Angebot besteht aus Gruppenführungen und öffentlichen Führungen.
Unsere Informationsseiten zum »Weg der Erinnerung«

Das Team der Guides?
Unser Team der Guides für den Weg der Erinnerung besteht aus hierfür eigens qualifizierten Personen. Zur Qualifizierung weiterer Guides führen wir in größeren Abständen Wochenendseminare durch.

Interesse an der Mitarbeit im Team der Guides?
Anfrage bei Irmtrude Richter
Telefon: +49-(0)6441 - 92 18 40, Mail senden?   

 
 
 
 
Zwangsarbeiter vor den Hochöfen bei Buderus Röchling

Zwangsarbeiter bei Buderus Röchling

 
 

Ausstellung zur Zwangsarbeit

Verschleppt, entrechtet, ausgebeutet
Im November 1944 gab es im damaligen Kreis Wetzlar bei 49 Firmen 51 Lager für mindestens 9.575 »zivile ausländische Arbeitskräfte«. Die weitaus Meisten waren zur Zwangsarbeit verschleppte junge Frauen und Männer aus den überfallenen und besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa. 26 dieser Lager befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Stadtgebiet Wetzlar bei 13 Firmen mit 3.003 Ostarbeitern, davon 1.693 weiblich und 113 Kinder. Nicht mitgezählt sind die Menschen, die als landwirtschaftliche Arbeitskräfte in Haushalten, Hotels u.a. Kleingewerbe arbeiten mussten sowie die Soldaten in den Kriegsgefangenen-Arbeitskommandos. Rund die Hälfte der Erwerbstätigen und etwa 1/4 der Wohnbevölkerung der Stadt Wetzlar waren während des Krieges ausländische Zwangsarbeiter/-innen; die vielfältigen Diskriminierungen durch den rassistischen, faschistischen Teil der deutschen Gesellschaft gehörten unübersehbar zum Alltag aller Wetzlarer Bürger und Bürgerinnen.

Remake einer Dauerausstellung der IG Metall aus den 1980er Jahren:
Die Idee der Dokumentation dieses massenhaften Unrechts fußt auf den Recherchen der IG Metall (Verwaltungsstelle Wetzlar). Es soll eine Überarbeitung der 1986 erstmalig gezeigten 28 Ausstellungstafeln erfolgen. Die Texte, Bilder und Dokumente sollen digital erfasst, wieder aufbereitet, modernisiert und durch Film- und Tonsequenzen ergänzt werden, die in den 1980er und 1990er Jahren anlässlich des Besuchs von ehemaligen Zwangsarbeiter/-innen in unserer Stadt entstanden.

Informationen zur Projektidee Remake der Ausstellung Zwangsarbeit

 
 
 
 
Stolperstein Sally Moses

Stolperstein für Salomon Moses in der Pfannenstielsgasse

 
 

Aktives Erinnern und Gedenken

»Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.« Dieser Satz stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der seit dem Jahr 2000 Stolpersteine vor den Häusern von Nazi-Opfern verlegt. Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Auch in Wetzlar wurden am 22. Oktober 2009 die ersten Stolpersteine für sechs von 54 Wetzlarer Juden verlegt. Die Verlegungen in Wetzlar waren heftig umstritten und die Rahmenbedingungen hierfür sehr restriktiv. Stolpersteine durften nur mit Genehmigung der Nachkommen von NS-Opfern verlegt werden. Zwischenzeitlich hat die Stadtverordnetenversammlung weitere Verlegungen beschlossen. Ausreichende Paten hierzu gibt es in der Wetzlaer Stadtgesellschaft.

Verlegung neuer Stolpersteine in Wetzlar:
Die Verlegung von insgesamt 19 weiteren Stolpersteine in Wetzlar findet
am Di., 08.09.2015 statt.

Sie beginnt mit einer kurzen Feierstunde und der ersten Verlegung um 9:00 Uhr in der Gewandgasse 17 (gegenüber der Gaststätte Hörnsheimer Eck).

Weitere Informationen zur Verlegung am 08.09. finden Sie hier.

Begleitung mit aktiven Gedenken und Erinnern:
Unser Verein möchte die Verlegung neuer Steine mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen begleiten und spezielle Führungen zu Stolpersteinen in Wetzlar anbieten.

 
 
 
 

In einem Erzählcafé schilderten Doris Ebertz (2.v.links) und Gisela Jäckel (3.v.links) Schülern/-innen der Kestnerschule, die bei einem Besuch in Buchenwald auf das Schicksal von Salomon Moses gestoßen sind.

 
 

Wider das Vergessen

Es ist eine Frage der Zeit, dass die letzten Zeitzeugen der NS-Zeit nicht mehr unter uns sein werden. In Wetzlar haben wir das Glück, dass noch einige Menschen unter uns leben, die die Ereignisse zwischen 1933 und 1945 beeindruckend und einprägsam erzählen können. Doch wie lange noch?

Unser Verein will zusammen mit dem Projekt hessencam die Erinnerungen dieser Wetzlarer Zeitzeugen aufzeichnen, um die Schicksale von Opfern des Deutschen Faschismus in unserer Stadt zu dokumentieren. Hierzu zählen Doris Eberts und unser Ehrenmitglied Gisela Jäckel. Mit Hilfe von Filminterviews sollen die Schicksale von Opfern aus Wetzlar dokumentiert werden. Dabei sollen Menschen des Widerstandes, jüdische Mitbürger/-innen, Zwangsarbeiter und Orte der Verbrechen aufgezeigt werden.

Die Filme sollen auf einer DVD zu einer Gesamtdokumentation mit dem Titel »Wider das Vergessen« zusammengefasst werden, die Wetzlarer Schulen zur Verfügung gestellt und interessierten Bürger/-innen verkauft werden soll.