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Mitgliederversammlung wählt am 20. Juni neuen Vorstand

Wetzlar Erinnert lädt zur Mitgliederversammlung ein

In der Mitgliederversammlung am

  • 20. Juni 2017, 19:00 Uhr
    im August-Bebel-Haus
    Bergstraße 50 | D 35578 Wetzlar

wählt der 2013 gegründete Verein WETZLAR ERINNERT e.V. turnusgemäß den Vorstand neu.

Als 1. Vorsitzender wird Ernst Richter erneut kandidieren. Dies gilt auch für seine Stellvertretin Anne Naumann. Die bisherige Kassiererin Regina Faust will aus privaten Gründen nicht mehr antreten, aber der Schriftführer Stefan Lerach und die beiden Beisitzer Arne Beppler und Irmtrude Richter.

Zentrales Anliegen des Verein WETZLAR ERINNERT e.V. ist die erinnernde Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der Region und für die Stadt Wetzlar. »Dies ist und bleibt eine verantwortungsvolle Aufgabe der ganzen Gesellschaft, aller Generationen, auch wenn das Ende von Krieg und faschistischem Terrorsystem inzwischen 70 Jahre her ist«, erklärte Ernst Richter.

Vor dem Hintergrund latenter Fremdenfeindlichkeit in Teilen der Gesellschaft und dem Erstarken der Rechtspopulisten, sei es dringend geboten die damaligen Geschehnisse vor Ort zu dokumentieren, um zu verdetulichen, was es bedeutet, wenn die AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry die »Rehabilitierung des Völkischen« fordert.

Mit dem »Weg der Erinnerung« bietet der Verein eine Reise durch Wetzlars Stadtgeschichte im Zeitraum 1933 – 1945 an. »Innerhalb der letzten drei Jahre haben ca 2.000 Personen, zumeist Schülerinnen und Schüler, an unseren antifaschistischen Stadtführungen teilgenommen«, bilanziert Irmtrude Richter, Koordinatorin für die an den ehemaligen Leitzbaracken (heute: Kulturzentrum FRANZIS) beginnenden Führungen.

Ein weiteres Projekt von WETZLAR ERINNERT ist die Dokumentation des unrühmlichen Kapitels der während des Krieges ist die von knapp 10.000 Menschen geleisteten Zwangsarbeit im Altkreis Wetzlar.

Den Mitgliedern wird am 20. Juni eine Werbeausstellung präsentiert werden, mit der der Verein in den nächsten Jahren dafür werben will, dass in Wetzlar eine Erinnerungs-, Dokumentations- und Gedenkstätte zu Ehren der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter entsteht. »2020 wird es 75 Jahre – also ein gutes Menschenleben – her sein, dass diese Menschen am 29. März 1945 von den US-Streitkräften berfreit wurden. Zeit, um zu begreifen, dass die Zwangsarbeit ein Teil der Industriegeschichte Wetzlars darsstellt und ihr einen Ort in der Museumslandschaft Wetzlars gebührt,« heißt es in einer Beschlussvorlage für die Mitgliederversammlung, die – wenn es nach dem Willen des Vorstands geht – als Resolution verabschiedet werden soll.

 
Vorstand von Wetzlar erinnert

Neugewählter Vorstand von Wetzlar erinnert e.V. Von links: Ernst Richter, Stefan Lerach, Arne Beppler, Anne Naumann, Regina Faust und Irmtrude Richter. Foto: Klaus Petri.