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Gedenkstättenfahrt

 

Einzelheiten zur aktuellen Gedenkstättenfahrt nach Mörfelden-Walldorf am 05.05.2018

EINLADUNG zu einer GEDENKSTÄTTENFAHRT

am So., den 05.05.2018 nach Mörfelden-Walldorf zum KZ-Außenlager Walldorf (auf der südlichen Seite des heutigen Rhein-Main-Flughafens). Die Fahrt ist auf 20 Teilnehmer/-innen begrenzt und kostet pro Person 10,00 € (für Vereinsmitglieder von WETZLAR ERINNERT e.V. 8,00 €). Die Fahrt im ÖPNV beginnt ab Bahnhof Wetzlar um 9:30 Uhr und endet auch dort gegen 18:15 Uhr. Einzelheiten der spannenden Reise in die NS-Vergangenheit und zur Spurensuche seit 1975 Jahren können Sie hier erkunden.

 

Anmeldung:
Die Anmeldung ist obligatorisch und bitte bis spätestens Mo., den 30.04.2018, 18:00 Uhr vorzunehmen. Hierzu haben Sie die Möglichkeiten:

Die Fahrt ist auf max. 20 teilnehmende Personen limitiert.

Wir fahren gemeinsam mit dem ÖPNV nach Walldorf:
Wir fahren mit dem ÖPNV über Frankfurt und mit Hessentickets, die der Verein zur Verfügung stellt.

Teilnahmepreis:
Da die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung diese Gedenkstättenfahrt bezuschusst, beträgt der Teilnahmepreis

  • 8,-- € für Vereinsmitglieder
  • 10,-- € für sonstige Teilnehmer/-innen 

Wir bitten das Geld abgezählt mitzubringen, danke!

→ Weitere Einzelheiten können Sie unserem Flyer entnehmen

 
 
  • TREFFPUNKT 9.30 Uhr
    Bahnhof Wetzlar – Bahnhofsvorplatz

    Willy-Brand-Platz | D 35576 Wetzlar
    Entrichtung des Teilnahmebeitrags
  • ANREISE 9.37 Uhr
    Abfahrt in Wetzlar
    mit dem Regionalexpress über Gießen nach Frankfurt und weiter mit der S-Bahn
    • ab Wetzlar, 9:37 Uhr, Gleis 5
    • ab Gießen, 9:53 Uhr, Gleis 3
    • ab Frankfurt, 10:50 Uhr, Gleis 3
    • ab Bhf Walldorf mit dem Bus 11:27 Uhr Bussteig A
    zur Gedenkstätte
  • ANKUNFT 11.45 Uhr
    An der Gedenkstätte

    Nordendstr. / Familie-Jürges-Platz | Mörfelden-Walldorf
 
 
  • PROGRAMM ab 12.00 Uhr
    Beginn der Führung

    mit Alfred J. Arndt, der sich vor 43 Jahren mit anderen Jugendlichen auf die Spurensuche machte.
    • eine Einführung zur Geschichte des KZ-Außenlagers
    • einen Rundgang zum Gedenkstein von 1980 und Lehrpfad von 2000
    • Besichtigung des neuen Pavillons 
    • Informationen zur Horváth-Stiftung
    • Gespräch mit Alfred J. Arndt
  • DAZWISCHEN
    Gelegenheit zum Essen und Trinken in einer Gaststätte
  • RÜCKFAHRT gegen 16:30 Uhr
    über Frankfurt-Flughafen, Frankfurt Hbf, Gießen nach Wetzlar
  • ANKUNFT 18:17 Uhr
    Ankunft in Wetzlar
 
 
 
 

Das ehemalige KZ-Außenlager Walldorf und die Spurensuche
1.700 jüdische Mädchen und Frauen wurden 1944 aus Ungarn verschleppt.

Am Frankfurter Flughafen mussten sie Ausbau- und Reparaturarbeiten an den Rollbahnen verrichten. Dieses Kapitel der Vergangenheit war bis 1978 vergessen.

1972 machten drei Jugendliche aus Walldorf im Alter von 15 bis 23 Jahren eine Studienfahrt ins KZ Buchenwald. Dort sahen sie eine Übersichtskarte der KZs und deren Außenstellen wie hier abgebildet. Zu ihrer großen Überraschung fanden sie für ihren Heimatort den Eintrag eines Lagers als KZ-Außenstelle.

Spurensuche:
Wieder zu Hause, begannen sie nachzufragen und fanden ältere Mitbürger, die sich an das Lager erinnerten. Eine jahrelange Spurensuche begann. Im Bundesarchiv in Koblenz fanden sie Belege: In Walldorf hatte es im Herbst 1944 eine Außenstelle des KZs Natzweiler gegeben, in dem 1700 jüdische Zwangsarbeiterinnen aus Ungarn inhaftiert worden waren.

So entdeckten die drei im Wald die Überreste des Kellers unter der ehemaligen Küchenbaracke. »Opening to the past« überschrieb ein Journalist der amerikanischen Zeitung »Stars and Stripes« einen Artikel am 4. November 1978 mit einem Bild von den Fundamentresten der Lagerküche. Bemerkenswert hierzu ist die Tatsache, dass erst nach der Veröffentlichung in einer amerikanischen (Armee-)Zeitung andere Medien das Thema aufgegriffen haben.

Auf die Nachfragen der drei Jugendlichen (Alfred Arndt, Herbert Oswald und Gerd Schulmeyer) bei den Bewohnern Walldorfs gab es zunächst zweifelndes Erstaunen. Von einem KZ-Lager wusste anscheinend niemand etwas. Nur selten erhielten sie vage Hinweise, dass da mal irgendetwas gewesen sei. Die Gründe dafür waren vielfältig. …

 
 
 
 

Unsere Führung über das Gelände des ehemaligen KZ, die Begehung des Lehrpfades und die Besichtigung des 2016 entstandenen Pavillons als Gedenkstätte und Schulungszentrum erfolgt mit Alfred J Arndt (Bild links).

Er war einer der drei Jugendlichen, die in den 1970er Jahren mit der Spurensuche begannen und hartnäckig über all die Jahrzehnte beharrlich und konsequent ihren Weg gingen. Alfred J Arndt steht uns nach der Führung für ein Gespräch über seinen und seiner Mitstreiter Weg zur Verfügung. Ein Gespräch mit einem Pionier einer aktiven Erinnerungs- und Gedenkkultur, die sich in Mörfelden-Walldorf auch an anderen Orten widerspiegelt.

Leugnen wurde immer schwieriger
»Vor allem Augenzeugen von damals springen den Jugendlichen bei ihrer Aufklärung bei und erzählen von ihren Erinnerungen. Einer dieser Augenzeugen berichtet, dass er im Herbst 1944 mit seinem Rad im Wald nahe Walldorf unterwegs war, um Fallobst zu sammeln. Auf einmal sah er zwei Häftlingsfrauen, die dort arbeiteten. Er gab ihnen ein paar Äpfel, musste jedoch flüchten, als ihn ein Wachmann anschrie, dass er verschwinden solle.

Immer schwieriger wurde es bei solchen Stimmen, die Geschehnisse im Außenlager Walldorf am Stadtrand des Ortes kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges weiter zu ignorieren oder zu leugnen. 1980 erreichen die drei Jugendlichen mit Unterstützung der DKP, die in der Stadt bis heute Wahlerfolge erzielt, dass ein Gedenkstein aufgestellt wurde, um an die misshandelten und verstorbenen Mädchen und Frauen zu erinnern.«
Zitat aus einen FAZ-Artikel vom 08.12.2014

 
 
 
 

Anmeldung für eine Gedenkstättenfahrt

Anmeldung für eine Gedenkstättenfahrt
Ich habe / Wir haben das Interesse an der Teilnahme einer Gedenkstättenfahrt und bitte um Mitteilung darüber, ob hierfür mir ein Platz reserviert werden konnte. / die entsprechenden Plätze reserviert werden konnten:
 

–› Veranstaltungsflyer zum Download als PDF (fehlt noch)

–› Das ehemalige KZ-Außenlager Walldorf

–› Übersicht zu vorausgegangenen Gedenkstättenfahrten

–› Weitere Links folgen