Nazis die rote Karte zeigen © Thomas Kriebs
© Thomas Kriebs
vom 22.04.2017

Nazis unerwünscht! – Demonstration am 22.04.2017

Erneut wollen extrem Rechte durch unsere Stadt marschieren. Seit 2015 wäre das der sechste Naziaufmarsch im Lahn-Dill-Kreis. Wir fordern alle Demokratinnen und Demokraten auf, sich hiergegen zu wehren.

Im Aufruf von Wetzlar BUNT statt BRAUN heißt es dazu:

Nazis unerwünscht!
Am 22.4. wollen Neonazis erneut durch Wetzlar marschieren.

Nach Aufmärschen in Wetzlar, Dillenburg und Haiger ist dies der sechste derartige Aufmarsch im Lahn-Dill-Kreis seit November 2015. Wie auch bei vorherigen Aufmärschen erfolgte die Anmeldung durch eine verurteilte Volksverhetzerin aus Bonn (NRW), die 2015 in einer Rede auf dem Wetzlarer Domplatz Geflüchtete mit der »Pest des Mittelalters« verglich. Als Redner sind diesmal auch Neonazis aus dem extrem rechten THÜGIDA-Netzwerk angekündigt, darunter der Funktionär der Kleinstpartei »Die Rechte« aus Leipzig, Alexander Kurth.

Als Motto wurde gewählt: »Für die Zukunft unserer Kinder!« Wie diese aussähe, wenn Neonazis das Sagen hätten, hat die deutsche Geschichte schon einmal gezeigt:

  • Jugendliche als Kanonenfutter am Ende des 2. Weltkrieges, so wie die 15-jährigen, die als letztes Aufgebot Hitlers an die Front geschickt wurden,
  • Jugendliche als Mordopfer des völkischen Rassenwahns, beispielsweise im Rahmen der Euthanasie.

Wir rufen daher alle Menschen in Wetzlar und Umgebung dazu auf, mit uns gemeinsam zu demonstrieren. Für die Demokratie, für Menschenrechte, gegen extrem rechte Hetze und die damit verbundenen Ungleichwertigkeitsvorstellungen.

Ladet Eure Freundinnen und Freunde sowie Eure Nachbarn ein, kommt auf die Straße, denn sie gehört uns - nicht den Hetzerinnen und Hetzern, die unser Land und unsere Gesellschaft zerstören wollen.

Versammlung am Sa., 22. April 2017:

  • 15:00 Uhr: Auftaktkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz
  • 15:30 Uhr: Demonstration durch die Innen- und Altstadt Wetzlars bis 20:00 Uhr
  • Zwischenkundgebung auf der Bahnhofstraßezwischen Eduard-Kaiser-Straße und Inselstraße mit Rede- und Kulturbeiträgen
  • Weitere Kundgebungsorte sind geplant: am Buderusplatz, Haarplatz, Eisenmarkt, Domplatz, vorm »Haus der Jugend« Nazis unerwünscht

→ Weitere Informationen, den Wortlaut des Aufrufs, sowie das geplante Programm finden Sie hier

 
 

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