Haiger steht auf gegen Rechts
Haiger steht auf gegen Rechts
vom 29.04.2016

Haiger gegen Rechts - 700 Menschen demonstrierten

Mehrere Jahrzehnte haben in Haiger Deutsche gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichsten Nationen friedlich zusammen gelebt. So soll das auch bleiben! Das zeigten auf beeindruckende Weise bunt und lebendig eine Vielzahl von Menschen am 29.04.2016 in der Innenstadt von Haiger.

»Wir wollen keine Aufmärsche der Rechten bei uns in Haiger!« erklärten DGB und viele Bürgerinnen und Bürger in Haiger und refen zur Gegenwehr am 29. April auf. »Diese Aufmärsche - neuerdings auch verharmlosend »Spaziergänge" genannt - dienen als Plattform für ihre menschenverachtenden Parolen, durchsetzt von Ausländerfeindlichkeit.

Sie stehen auch für eine rückständige Politik, die Lösungen nicht in der Zukunft, sondern in einer Unheilvollen Vergangenheit sucht. Wir wehren uns dagegen! Die Befürchtungen, die Demonstration "Haiger steht auf" könnte zu einer Plattform für Rechtsgesinnte werden, mobilisierte die demokratischen Kräfte über Partei- und Weltanschauungsgrenzen hinweg. Bei der Kundgebung "Haiger steht auf gegen Rechts" gingen am Freitagabend nach Angaben der Dill-Post und Dill-Zeitung fast 700 Leute auf die Straße.

 

Während dessen versammelten sich auf dem Marktplatz 80 Anhänger von »Haiger steht auf«, wie gesagt – zunächst: Denn die Rechten erfuhren gleich zu Beginn einen Aderlass. 30 junge Leute der als rechtsextremistisch eingestuften Splitterpartei der »III. Weg«, die mit Schildern »Asylflut stoppen« angerückt waren, kehrten der Veranstaltung bereits kurz nach dem Beginn der Kundgebung den Rücken. Die Presse vermutet, dass es ihnen die Äußerungen von die Äußerungen der Sprecherin von »Haiger steht auf« nicht gefallen habe, beim Türken Obst und Gemüse zu kaufen und Wohnungen an Ausländer zu vermieten. Dem Reporter, der sie nach dme Grund für ihren schnellen Abgang fragte, erklärten sie: »mit ›Schwachmaten‹ (ein von den neofaschistischen Gruppen benutzter Begriff zur Bezeichnung von ›Schwächlingen‹) reden wir nicht.«

→ Ausführlicher Bericht und Bildergalerie 

Dateien:
DGB-Flyer.pdf ( 1.1 MB )
 
 

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